Haushaltsmittel selbst herstellen

Hand-Spülmittel selbst herstellen

Limette bzw. Zitrone für selbsthergestelltes SpülmittelWie beim Waschmittel wollten wir auch beim Kauf von Spülmittel die Plastikverpackung vermeiden und haben im Internet nach Rezepten recherchiert, um Hand-Spülmittel selbst herzustellen. Wir haben dazu verschiedene Rezepte ausprobiert und variiert und dabei nachfolgendes Rezept als gut empfunden. Zumal es auch sehr leicht herzustellen ist und damit auch Zeit spart.

Benötigt werden: eine alte Spülmittelflasche oder besser eine Glasflasche zum Abfüllen, ein Trichter und folgende Zutaten.

3 TL Kaiser Natron
20 g Kernseife
½ unbehandelte Zitrone oder etwa gleiche Menge an Essig
500 ml kalkarmes Wasser

Kaiser Natron und Kernseife in das kochende Wasser geben und umrühren bis sich die Seife aufgelöst hat. Wird die Kernseife zuvor geraspelt, löst sie sich schneller auf. Anschließend das Ganze in eine Glasflasche abfüllen und abkühlen lassen. Danach eine halbe Zitrone auspressen und den Saft dazugeben bzw. alternativ den Essig. Die Schale der Zitrone nicht wegwerfen. Diese einfach in das Spülwasser mit dazu geben. Der Zitronensaft und die Zitronenschale sind ausgezeichnete Fettlöser, machen das Wasser weicher und geben dem Geschirr einen frischen Duft. Da sich die Seife absetzt, vor dem Gebrauch kräftig schütteln.

Hinweis: Bei dieser Rezeptur ist der Zusatz von Waschsoda nicht notwendig, da sich das Kaisernatron durch das kochende Wasser in Waschsoda umwandelt. Quelle u. a.: www.chemieunterricht.de.

Zu Kaisernatron:

Kaiser Natron (Backnatron) ist ein Natriumbicarbonat bzw. Natriumhydrogencarbonat. Beim Erhitzen zersetzt sich Natron, wobei sich Natriumcarbonat (Waschsoda) bildet - hier beim Herstellen des Spülmittels durch das Kochen im Wasser. Natron (Kaisernatron) wird auch für Backpulver verwendet. Hierbei entstehen beim Erhitzen Gase, die den Teig aufgehen lassen. Kaisernatron ist alkalisch und kann somit auch eine basische Ernährung unterstützen, z. B. als Badezusatz zusammen mit einer Packung Salz aus dem Toten Meer. Zudem bindet Kaisernatron Gerüche, weshalb ein Zusatz von ätherischen Ölen bei obigem Waschmittelrezept nicht notwendig ist. Die Eigenschaft der Geruchsbindung kann man sich auch beim Desodorieren bei Schweißgeruch zunutze machen, indem man es in Schuhe streut. Kaisernatron bindet zudem die härtebildenden gelösten Calcium- und Magnesium-Salze im Wasser und kann daher als Enthärter eingesetzt werden.

Und noch ein kleiner Hinweis: Alle Bestandteile von Kaisernatron sind in gelöster Form in unserem Blut enthalten.

Wie Natron für die Zahngesundheit eingesetzt werden kann, wird hier beschrieben.

Zu Kernseife:

Bitte achten Sie darauf, dass die Seife kein Palmöl enthält. Palmöl ist mit ein Grund, weshalb die Regenwälder niedergebrannt bzw. abgeholzt werden, da die Nachfrage der Hersteller nach Palmöl aufgrund des günstigen Preises immer mehr steigt, dieses in immer mehr Produkten verwendet wird und somit einen immer interessanter werdenden Wirtschaftsfaktor darstellt. Auch Bio-Palmöl macht hier keine Ausnahme, denn auch durch die Verwendung in Bio-Produkten wird die Nachfrage erhöht. Zudem hat "Rettet den Regenwald e. V." auch bei Produzenten von Bio-Palmöl Rodungen,und Landvertreibung festgestellt.

Statt artenreicher Regenwälder erzeugt die Produktion von Palmöl Monokulturen mit Ölpalmen, für die nicht nur die Tierwelt immer mehr zurückgedrängt wird und immer mehr Tierarten aussterben, sondern auch die einheimische Bevölkerung vertrieben wird. Mehr Informationen dazu bei Rettet den Regenwald.

Informationen zu den gesundheitlichen Aspekten von Palmöl in Lebensmitteln erhalten Sie u. a. über die Kampagne ZeroPalmöl des SAVE Wildlife Conservation Fund. Auch diese Kampagne verweist darauf, dass es kein Öko-Palmöl gibt. Die gesundheitlichen Bedenken gegen Palmöl in Bezug auf Glycidyl-Estern werden auch von Experten der EU-Lebensmittelbehörde Efsa bestätigt. Diese warnen vor Glycidyl-Estern, die in verarbeitetem Palmöl zu finden sind. Laut Efsa wirken diese genotoxisch und karzinogen.

Kernseifen ohne Palmöl enthalten häufig Rinderfett. So wurden früher die meisten Seifen hergestellt. Das Rinderfett ist ein Abfallprodukt und daher allemal besser als das Abholzen der Regenwälder. Wer den höheren Preis nicht scheut, kann statt Kernseife auch Aleppo-Seife verwenden. Damit werden Betriebe in Syrien unterstützt und die Original-Alepposeife schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch vegan. Aleppo-Seife wird aus Olivenöl und Lorbeeröl hergestellt. Dass es eine Originalseife ist, ist am Prägestempel erkennbar, mit der die Seife ein Siegel erhält. Alepposeife eignet sich auch hervorragend zur Körperpflege und Wundheilung und ist, aufgrund ihres hohen Anteils an Linolsäure, bei empfindlicher Haut empfehlenswert. Sie wirkt auf die Haut adstringierend, antibiotisch und antifungal.

Foto: © picjumbo.com

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