Partnermassage: entspannend und sinnlich – so gelingt sie
Für eine wohltuende Partnermassage brauchen Sie weder eine Ausbildung noch einen Kurs – nur Zeit, warme Hände, ein gutes Öl und eine entspannte Atmosphäre. Eine solche Massage dient ausschließlich der Entspannung und hat keinen medizinischen Hintergrund. Sie kann eine junge Beziehung intensivieren oder eine langjährige neu beleben – und je nach Stimmung auch sinnlich sein.
Die richtige Atmosphäre schaffen
Bevor Sie beginnen, sorgen Sie für eine angenehme Raumatmosphäre:
- Licht: Zimmer abdunkeln; wer es romantisch mag, stellt großzügig Kerzen um den Massagebereich.
- Musik und Duft: schöne, entspannende Musik und wohltuende Düfte, etwa mit harmonisierenden ätherischen Ölen. Achten Sie auf natürliche Öle ohne synthetische Zusätze.
- Unterlage: Die massierte Person liegt fest und bequem. Auf dem Bett schützt ein großes Handtuch vor Ölflecken.
- Wärme: Der Raum sollte bei einer Ganzkörpermassage ausreichend warm sein; halten Sie auch die Füße warm.
- Schmuck: Legen Sie Ringe und Armbänder ab; auch die massierte Person trägt keinen Schmuck.
- Lagerung: In Rückenlage ist eine kleine Rolle oder ein Kissen unter Kniekehlen und Nacken angenehm.
Welches Öl eignet sich für eine Partnermassage?
Reiben Sie Ihre warmen Hände mit angewärmtem Öl ein. Sie können fertiges Massageöl kaufen oder ein kaltgepresstes Pflanzenöl verwenden:
- Mandel-, Jojoba-, Avocado- oder Weizenkeimöl,
- von der Konsistenz her ebenfalls gut geeignet: Sesam-, Kokos- oder Olivenöl. Besonders angenehm ist kaltgepresstes Sesamöl.
Für einen besonderen Duft, mehr Entspannung oder eine hautpflegende Wirkung geben Sie wenige Tropfen ätherisches Öl hinzu, zum Beispiel Jasmin-, Lavendel-, Geranium- oder Rosenöl. Der Name „ätherisch“ leitet sich von Aither („Himmelsduft“) ab und beschreibt den flüchtigen Charakter dieser Öle.
Wichtig: Die meisten ätherischen Öle reizen pur Haut und Schleimhäute – verwenden Sie sie deshalb nur stark verdünnt und testen Sie die Verträglichkeit vorher in der Armbeuge. Mischen Sie das Öl am besten frisch an; im Kühlschrank in einer dunklen Flasche hält es sich nur kurze Zeit, da es ranzig werden kann.
Schritt für Schritt: die wichtigsten Massagegriffe
Eine feste Reihenfolge gibt es nicht – lassen Sie sich von Ihrer Intuition und den Wünschen Ihres Gegenübers leiten. Bewährt hat sich, am Gesicht zu beginnen und sich langsam bis zu den Füßen vorzuarbeiten. Jeden Griff führen Sie langsam, mit mäßigem Druck, mehrmals und zum Herzen hin aus. Fragen Sie zwischendurch nach, ob es angenehm ist, und halten Sie Blickkontakt.
1. Streichen – das „Aufwärmen“
Wie beim Sport steht das Aufwärmen am Anfang: Streichungen gewöhnen den Körper an die Berührung. Sie werden mit der flachen Hand oder dem Handrücken ausgeführt. Am Rücken gleiten die Hände parallel zur Wirbelsäule vom Po bis zu den Schultern und seitlich am Körper in fließenden Bewegungen zurück. Massieren Sie einhändig, bleibt die andere Hand in Körperkontakt.
2. Gesichts- und Kopfmassage
Die Gesichtsmassage löst die Verspannungen des Tages und wird mit Mittel- und Ringfinger ausgeführt:
- Stirn: erst ausstreichen, dann mit kleinen Kreisen von der Mitte zu den Schläfen massieren.
- Augen: ganz sanft und ohne Druck über die Augenbrauen, unterhalb der Augen zur Nase und über die Nasenflügel wieder nach oben gleiten – die Haut unter den Augen dabei nicht verschieben.
- Wangen und Kinn: ausstreichen, dann mit kreisenden Fingerspitzen von oben nach unten massieren; zum Abschluss ein großer Kreis vom Kinn über Wangen, Schläfen, Stirn und Nase rund um den Mund zurück zum Kinn.
- Kopfhaut: Als besonderes Extra massieren Sie die Kopfhaut mit etwas Kokosöl, das auf der warmen Hand schmilzt und Haut und Haare pflegt.
Beziehen Sie Ohren, Hals und Nacken als Übergang zum Körper mit ein.
3. Kneten
Verspannte Muskeln lockern Sie durch Kneten: Haut und Muskulatur werden zwischen abgewinkeltem Daumen und Zeige- und Mittelfinger angehoben und mit fließenden Roll- und Drehbewegungen massiert – die Hände arbeiten im Wechsel. Massieren Sie jeweils die gegenüberliegende Körperseite, locker aus der Schulter heraus und ohne Kraftaufwand.
4. Klopfen und Vibrieren
Leichtes, rhythmisches Klopfen mit den Handkanten – vor allem am Po – fördert die Durchblutung und aktiviert die Muskulatur. Tiefer liegende Verspannungen erreichen Sie mit Vibrationen: Fingerspitzen oder Handfläche auflegen und Schwingungen auf den Muskel übertragen.
5. Füße und Abschluss
Vergessen Sie die oft vernachlässigten Füße nicht; unterstützen Sie dabei die Fußsohle mit einer Hand. Zum Schluss streichen Sie den ganzen Körper noch einmal aus, legen beide Hände auf und lassen die Wärme Ihrer Hände nachwirken.
Häufige Fragen
Braucht man für eine Partnermassage Vorkenntnisse?
Nein. Eine Partnermassage dient der Entspannung und hat keinen medizinischen Hintergrund. Mit warmen Händen, einem guten Öl und den Grundgriffen Streichen, Kneten und Klopfen gelingt sie auch ohne Kurs.
Welches Öl ist für eine Partnermassage am besten?
Kaltgepresste Pflanzenöle wie Mandel-, Jojoba-, Avocado-, Weizenkeim-, Sesam-, Kokos- oder Olivenöl. Ätherische Öle wie Lavendel oder Rose nur in wenigen Tropfen und stark verdünnt zugeben.
In welche Richtung massiert man?
Jeder Griff wird langsam, mit mäßigem Druck, mehrmals und immer zum Herzen hin ausgeführt.
Womit beginnt eine Partnermassage?
Mit Streichungen, die den Körper an die Berührung gewöhnen. Danach folgen Kneten und Klopfen; zum Abschluss wird der ganze Körper noch einmal ausgestrichen.
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Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
