Kosmetik selbst herstellen

Gesichtscreme aus Kokosnussöl: natürliche Pflege für Haut und Haare

Kokosnuss und Kokosöl für die selbst gemachte Gesichtscreme

Kaltgepresstes Kokosnussöl ist bei Raumtemperatur cremig und lässt sich deshalb ohne weitere Verarbeitung pur als Gesichts- und Körpercreme verwenden. Es pflegt trockene Haut, kann das Hautbild bei Unreinheiten verbessern, beruhigt nach der Sonne und gibt den Haaren Glanz. Wer mag, rührt etwas frisches Aloe-Vera-Gel unter.

Was kann Kokosöl für die Haut?

Kokosnussöl hat viele positive Eigenschaften. Äußerlich angewendet hilft es bei trockener Haut und Hautunreinheiten, wirkt Falten entgegen und verbessert insgesamt das Hautbild. Es beruhigt, kühlt und spendet Feuchtigkeit – vorbeugend und nach zu viel Sonne. Dank seiner antibakteriellen Eigenschaften lässt es sich auch bei kleinen Hautverletzungen anwenden. Kokosöl riecht mild und nur leicht nach Kokos und ist daher gut für die Kosmetik geeignet.

Anleitung: Gesichtscreme aus Kokosöl

  1. Pur verwenden: Eine kleine Menge Kokosöl auf die Hand geben, leicht verreiben und Gesicht oder Körper damit eincremen.
  2. Mit Aloe Vera anreichern: Ein Blatt einer (am besten selbst gezogenen) Aloe-Vera-Pflanze abschneiden, der Länge nach halbieren, das Gel herauslösen und mit dem Kokosöl verrühren. Aloe Vera spendet zusätzlich Feuchtigkeit, beruhigt und wirkt entzündungshemmend.
  3. Richtig lagern: Bei Raumtemperatur ist Kokosöl cremig; im Sommer an einem kühlen Ort aufbewahren, damit es nicht flüssig wird.

Weitere Anwendungen von Kokosöl

Als Deo

Wegen seiner antibakteriellen und geruchshemmenden Eigenschaften eignet sich Kokosöl als Deo, zum Beispiel mit etwas Natron. Dazu das Öl schmelzen, damit sich das Natron gleichmäßig verteilt. Das Deo pflegt die Haut und verstopft die Poren nicht.

Für Lippen und Zahnfleisch

Reines Kokosöl hilft bei trockenen Lippen und kann zur Zahnfleischpflege verwendet werden. Laut einer Studie wirkt Kokosöl gegen kariesauslösende Bakterien. In Bangkok haben wir erlebt, dass auf vielen Märkten reines Kokosöl zur Zahnpflege angeboten wird. Mehr dazu: Zahnpasta selbst herstellen.

Als Haarkur

Umwelteinflüsse und kalkhaltiges Wasser lassen Haare stumpf werden. Kokosöl bringt Glanz, Fülle und Elastizität zurück – die Wirkung sieht man bei Haaren besonders schnell:

  • Vor der Haarwäsche: eine größere Menge in Haare und Kopfhaut einmassieren und 15–30 Minuten einwirken lassen.
  • Nach der Haarwäsche: einen kleinen Klecks in der Hand schmelzen und in den Ansatz des handtuchtrockenen Haares einmassieren. Weniger ist mehr – dann fettet das Haar sogar langsamer nach.

Bei natürlich gewelltem oder lockigem Haar verbessert Kokosöl die Sprungkraft, sodass die Locken besser zur Geltung kommen. Gesundes Haar lässt sich um etwa ein Drittel seiner Länge dehnen und springt danach zurück.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Verwenden Sie für alle Anwendungen kaltgepresstes, naturbelassenes Kokosöl, idealerweise in Bio-Qualität (z. B. Naturland). Solche Öle gibt es mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auch in Drogeriemärkten.

Häufige Fragen

Kann man Kokosöl als Gesichtscreme verwenden?

Ja. Kaltgepresstes Kokosöl ist bei Raumtemperatur cremig und kann pur als Gesichts- und Körpercreme aufgetragen werden. Es pflegt trockene Haut und kann das Hautbild bei Unreinheiten verbessern.

Wie mache ich eine Gesichtscreme mit Kokosöl und Aloe Vera?

Frisches Aloe-Vera-Gel aus einem halbierten Blatt herauslösen und mit einer kleinen Menge Kokosöl verrühren.

Hilft Kokosöl bei trockenen Haaren?

Ja, als Kur vor der Haarwäsche (15 bis 30 Minuten einwirken lassen) oder in kleiner Menge nach der Wäsche gibt es Glanz, Fülle und Elastizität.

Bildnachweis: © panthermedia.net / Karin Jähne

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

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