Zahnpasta selbst herstellen: natürliche Zahncreme mit Kokosöl und Kurkuma
Eine natürliche Zahnpasta lässt sich aus Kokosöl, einer Messerspitze Kurkuma sowie einigen Tropfen Calendula- und Propolis-Tinktur einfach selbst herstellen. Kokosöl hemmt laut einer Studie des Athlone Institute of Technology gezielt kariesauslösende Bakterien, während die nützliche Mundflora erhalten bleibt. Wir verwenden diese Zahnpasta seit Langem – und unser Zahnarzt ist sehr zufrieden.
Warum Zahnpasta selbst machen?
Viele herkömmliche Zahncremes – auch Bio-Zahnpasten – enthalten Fluorid. Wer Fluorid meiden oder einfach Geld sparen möchte, kann sich eine natürliche Alternative leicht selbst herstellen. Wir verwenden seit einiger Zeit eine selbst gemachte Zahnpasta, und unser Zahnarzt ist mit der Zahnreinigung mehr als zufrieden: „Man sieht es Ihren Zähnen und Ihrem Zahnfleisch an, dass Sie viel für Ihre Zahngesundheit tun.“
Wichtiger Hinweis: Fluorid gilt in der Zahnmedizin als wirksamer Kariesschutz. Klären Sie deshalb mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt, ob eine fluoridfreie Zahnpasta für Sie geeignet ist – besonders bei Kindern oder erhöhtem Kariesrisiko.
Rezept: natürliche Zahnpasta mit Kokosöl
- Kokosnussöl (ein Honigglas zu drei Vierteln gefüllt)
- 10–12 Tropfen Calendula-Urtinktur
- 10–12 Tropfen Propolis-Tinktur
- ½ TL Kurkuma
- optional: 1 Kohletablette (medizinische Aktivkohle)
- Ein Honigglas oder ähnlich großes Schraubglas zu drei Vierteln mit Kokosöl füllen. Das Öl sollte Zimmertemperatur haben, dann ist es cremig und lässt sich gut verrühren.
- Die Kohletablette im Mörser zerstoßen (oder Pulver aus Kapseln verwenden).
- Kohle, Kurkuma, Calendula- und Propolis-Tinktur zum Kokosöl geben und gut verrühren.
- Im Sommer kühl lagern, damit das Kokosöl nicht flüssig wird.
Varianten: Je nach Bedarf können Sie 5–6 Tropfen Echinacea- oder Ratanhia-Urtinktur ergänzen. Wen die graue Farbe stört, lässt die Kohletablette einfach weg.
Wie wirken die Zutaten?
Kokosöl
Laut einer Studie des Athlone Institute of Technology hemmt Kokosöl durch die enthaltene Laurinsäure das Wachstum schädlicher Bakterien – die guten Bakterien, die wir für eine gesunde Mundflora brauchen, bleiben erhalten. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung eignet es sich auch für das Ölziehen; wir nehmen dafür allerdings Sesamöl, das sich besser durch die Zähne ziehen lässt. Kokosöl hilft außerdem bei Hautproblemen und gibt den Haaren Glanz.
Calendula-Urtinktur
Die Ringelblume hilft bei Entzündungen und kleinen Wunden im Mund- und Rachenraum, wirkt desinfizierend und abschwellend.
Propolis-Tinktur
Propolis wirkt entzündungshemmend, indem es Bakterien, Viren und Pilze bekämpft, und fördert die Heilung. Wie Gewürznelke kann es Zahnschmerzen lindern – es ersetzt aber nicht den Zahnarzttermin, sondern macht nur die Zeit bis dahin erträglicher.
Kurkuma
Kurkuma ist ein Gewürz der indischen und südostasiatischen Küche und der ayurvedischen Medizin; der wichtigste Wirkstoff heißt Curcumin. Kurkuma wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und antioxidativ. Das Besondere: Alles, was mit Kurkuma in Berührung kommt, färbt sich gelb – außer den Zähnen, die es sogar aufhellt. Achtung: Kurkuma wirkt blutverdünnend. Wer blutverdünnende Medikamente nimmt, sollte vorher ärztlich nachfragen.
Medizinische Aktivkohle
Aktivkohle bindet Bakterien, Giftstoffe und Schadstoffe – bekannt ist ihr Einsatz bei Durchfall. In der Zahnpasta kann sie Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Nikotin mildern. Die Erwartungen an weißere Zähne sollten aber nicht zu hoch sein. Innerlich sollte Aktivkohle nur in Akutfällen eingesetzt werden, da sie auch erwünschte Stoffe bindet.
Häufige Fragen
Wie mache ich Zahnpasta selbst?
Ein Schraubglas zu drei Vierteln mit Kokosöl füllen und mit 10 bis 12 Tropfen Calendula-Urtinktur, 10 bis 12 Tropfen Propolis-Tinktur, einem halben Teelöffel Kurkuma und optional einer zerstoßenen Kohletablette verrühren.
Hilft Kokosöl gegen Karies?
Laut einer Studie des Athlone Institute of Technology hemmt die Laurinsäure im Kokosöl das Wachstum kariesauslösender Bakterien, während nützliche Bakterien erhalten bleiben.
Verfärbt Kurkuma die Zähne gelb?
Nein. Kurkuma färbt zwar fast alles gelb, die Zähne jedoch nicht – es kann sie sogar aufhellen.
Ist Zahnpasta ohne Fluorid sinnvoll?
Fluorid gilt zahnmedizinisch als wirksamer Kariesschutz. Ob eine fluoridfreie Zahnpasta für Sie passt, klären Sie am besten mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
