Gesundheit

Ölziehen: nicht nur für weißere Zähne

Lachendes Paar mit gepflegten Zähnen

Beim Ölziehen nimmt man morgens vor dem Frühstück einen Esslöffel kaltgepresstes Öl – am besten Sesamöl – in den Mund, zieht es 10 bis 15 Minuten kräftig durch die Zähne und spuckt es dann aus. Die ayurvedische Methode bindet Keime im Mundraum, reinigt auch die Zahnzwischenräume, macht die Zähne glatt und heller und kann Zahnfleischentzündungen und Karies vorbeugen.

Was ist Ölziehen?

Ölziehen ist eine bewährte Methode zur Mundhygiene aus der ayurvedischen Naturheilkunde, die seit Jahrhunderten praktiziert wird. Das Öl bindet Krankheitskeime und Schadstoffe im Mundraum, die anschließend ausgespuckt werden. Ölziehen kann entgiftend, entzündungshemmend und heilungsfördernd wirken, sorgt für hellere Zähne und eignet sich zur Kariesvorbeugung.

Anleitung: So funktioniert Ölziehen

  1. Morgens nüchtern: vor dem Frühstück einen Esslöffel Sesamöl in den Mund nehmen.
  2. Ziehen: das Öl 10–15 Minuten im Mund hin und her bewegen und kräftig durch die Zähne ziehen. Die Dauer richtet sich danach, wie schnell sich das Öl mit dem Speichel verflüssigt.
  3. Ausspucken: sobald das Öl flüssig ist, sofort ausspucken – niemals schlucken, denn es enthält die gebundenen Keime.
  4. Spülen: den Mund gründlich mit heißem Wasser ausspülen.
  5. Putzen: Zähne, Zahnfleisch und Zunge gründlich putzen, damit alle Reste entfernt werden. Nebeneffekt: Das Zahnfleisch wird massiert und besser durchblutet.

Welches Öl eignet sich zum Ölziehen?

Am besten kaltgepresstes Sesamöl in Bio-Qualität. Es enthält rund 44 % mehrfach ungesättigte Linolsäure, soll die Zähne festigen und wird traditionell zur Vorbeugung gegen Arterienverkalkung und Osteoporose eingesetzt. Dank seiner Antioxidanzien wird es zudem nicht so schnell ranzig. Alternativ eignen sich Sonnenblumen- oder Kokosöl – ebenfalls kaltgepresst und in Bio-Qualität. Sesamöl lässt sich wegen seiner Konsistenz allerdings besonders gut durch die Zähne ziehen.

Unsere Erfahrungen nach vielen Jahren

Wir praktizieren Ölziehen seit vielen Jahren täglich (außer im Urlaub). Die Zähne fühlen sich danach sauber und glatt an, und das Öl erreicht auch Stellen, an die die Zahnbürste nicht kommt – vor allem die Zahnzwischenräume. Unserer Erfahrung nach entfernt es Speisereste dort ähnlich gut wie Interdentalbürsten; abends verwenden wir zusätzlich Interdentalbürsten oder Zahnseide. Ölziehen hilft uns generell bei Zahnproblemen und besonders bei Zahnfleischentzündungen, der Zahnstein scheint weniger zu werden – und unser Zahnarzt ist seither mit Zähnen und Zahnfleisch stets zufrieden. Ergänzend nutzen wir eine selbst hergestellte Mundspülung: morgens Ölziehen, abends Mundwasser.

Häufige Fragen

Wie funktioniert Ölziehen?

Morgens nüchtern einen Esslöffel kaltgepresstes Öl 10 bis 15 Minuten durch die Zähne ziehen, bis es sich verflüssigt, dann ausspucken, mit heißem Wasser spülen und Zähne, Zahnfleisch und Zunge putzen.

Welches Öl ist am besten zum Ölziehen?

Kaltgepresstes Bio-Sesamöl. Alternativ eignen sich Sonnenblumen- oder Kokosöl.

Darf man das Öl beim Ölziehen schlucken?

Nein. Das Öl enthält die gebundenen Keime und muss ausgespuckt werden.

Macht Ölziehen die Zähne weißer?

Ja, Ölziehen kann die Zähne aufhellen. Außerdem fühlen sie sich glatter an, und es bildet sich weniger Zahnstein.

Bildnachweis: © panthermedia.net / AntonioGuillemF

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

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