Radonwärmetherapie: Krankheiten natürlich begegnen
Die Radonwärmetherapie kombiniert eine sanfte Überwärmung des Körpers (Hyperthermie) mit der Aufnahme des natürlichen Edelgases Radon über Haut und Lunge. Sie wird vor allem bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, des Bewegungsapparats, der Atemwege und der Haut eingesetzt. Laut Anbietern und Studien wirkt sie schmerzlindernd, entzündungshemmend und immunstabilisierend – viele Patientinnen und Patienten berichten von weniger Schmerzen und geringerem Medikamentenbedarf.
Warum suchen viele nach Alternativen?
Allein in Deutschland und Österreich leiden etwa 22 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen; auch Atemwegs- und Hauterkrankungen nehmen zu. Medikamente lindern die Beschwerden oft nur vorübergehend und haben mitunter unerwünschte Nebenwirkungen. Die Radonwärmetherapie wird daher als ergänzende Behandlung eingesetzt.
Wie wirkt Radon im Körper?
Radon setzt im Körper schwache Alphastrahlung frei. Diese soll Zellreparaturmechanismen anregen und heilungsfördernde, entzündungshemmende Botenstoffe aktivieren – mit lang anhaltender Schmerzlinderung als Folge. Zudem steigt die Produktion von Radikalfängern, die bei rheumatischen Prozessen eine Rolle spielen. Beschrieben werden außerdem eine vermehrte Ausschüttung von Endorphinen („Glückshormonen“) und ein positiver Einfluss auf den Serotoninstoffwechsel.
Was bewirkt die Überwärmung (Hyperthermie)?
Bei Temperaturen zwischen 37,5 und 41,5 °C und einer Luftfeuchtigkeit von über 70 % versucht der Körper, sich durch Schwitzen zu kühlen. Weil der Schweiß in der gesättigten Luft nicht verdunsten kann, steigt die Körperkerntemperatur auf bis zu 38,5 °C – Fachleute sprechen von moderater Hyperthermie oder „therapeutischem Fieber“.
Schon diese milde Überwärmung entspannt schmerzgeplagte Muskeln und wirkt immunstabilisierend. Zudem nimmt der Körper im überwärmten Zustand mehr Radon auf und verteilt es besser. Genau das unterscheidet die Radonwärmetherapie von der reinen Radontherapie ohne Wärme.
Bei welchen Erkrankungen wird sie eingesetzt?
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises,
- Erkrankungen des Bewegungsapparats und chronische Schmerzen,
- Atemwegserkrankungen,
- Hauterkrankungen.
Laut Anbieter zeigt sie auch bei Krankheitsbildern Wirkung, bei denen Medikamente an Grenzen stoßen. Krankenkassen übernehmen oft rund 90 % der Therapiekosten.
Was sollte ich vor einer Radonwärmetherapie beachten?
Radon ist ein radioaktives Edelgas. Die bei der Therapie verwendeten Dosen gelten als gering und werden kontrolliert, dennoch sollte die Behandlung nur nach ärztlicher Verordnung und Aufklärung über Nutzen und Risiken erfolgen. Klären Sie Gegenanzeigen – etwa Schwangerschaft oder bestimmte Vorerkrankungen – vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Therapie ist eine Ergänzung und kein Ersatz für eine notwendige medizinische Behandlung.
Häufige Fragen
Was ist die Radonwärmetherapie?
Eine Behandlung, die eine milde Überwärmung des Körpers bei hoher Luftfeuchtigkeit mit der Aufnahme des Edelgases Radon über Haut und Lunge kombiniert.
Wobei hilft die Radonwärmetherapie?
Sie wird vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, Beschwerden des Bewegungsapparats, chronischen Schmerzen sowie Atemwegs- und Hauterkrankungen eingesetzt.
Ist Radon gefährlich?
Radon ist radioaktiv. Bei der Therapie werden geringe, kontrollierte Dosen eingesetzt. Sie sollte nur nach ärztlicher Verordnung und Aufklärung erfolgen.
Zahlt die Krankenkasse die Radonwärmetherapie?
Laut Anbieter übernehmen Krankenkassen oft rund 90 Prozent der Therapiekosten. Fragen Sie vorab bei Ihrer Kasse nach.
Weitere Informationen: gasteiner-heilstollen.com
Fotos: © Gasteiner Heilstollen
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
