Knochendichtemessung zur Vorbeugung von Osteoporose
Die Knochendichtemessung bestimmt den Mineralsalzgehalt des Knochens und ist das wichtigste Verfahren, um Osteoporose (Knochenschwund) zu erkennen. Empfohlener Standard ist die DEXA-Methode, ein Röntgenverfahren mit sehr geringer Strahlenbelastung, bei dem Lendenwirbelsäule und Hüfte gemessen werden. Das ist wichtig, denn in Deutschland ist laut Statistik jede vierte Frau über 50 von Osteoporose betroffen.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist die häufigste Stoffwechselkrankheit des Knochens. Betroffen sind vor allem Frauen, weil während und nach den Wechseljahren das Östrogen fehlt (primäre Osteoporose). Bei fortgeschrittener Erkrankung kann ein Knochen einfach so brechen, ganz ohne Unfall. Typische Brüche sind:
- Unterarmbruch,
- Wirbelkörperbruch,
- Oberschenkelhalsbruch.
Wer ist besonders gefährdet?
Neben dem Östrogenmangel in den Wechseljahren begünstigen Osteoporose:
- Rauchen und Alkohol,
- Mangelernährung und Bulimie,
- Bewegungsmangel,
- Diabetes,
- bestimmte Medikamente.
Wie funktioniert die Knochendichtemessung?
Es gibt mehrere Verfahren, um die Knochendichte zu bestimmen. Der empfohlene Standard ist die DEXA-Methode, ein Dual-Röntgen-Verfahren: Zwei energetisch leicht unterschiedliche Röntgenquellen machen schon kleine Veränderungen der Knochendichte sichtbar. Geröntgt werden Lendenwirbelsäule und Hüftgelenk. Die Strahlenbelastung ist dabei nur sehr gering. Nicht jedes andere Verfahren ist gleich gut geeignet.
Zahlt die Krankenkasse die Knochendichtemessung?
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten derzeit nur, wenn bereits ein durch Osteoporose bedingter Knochenbruch vorliegt oder ein hochgradiger Verdacht auf Osteoporose besteht. Andernfalls ist die Messung in der Regel eine Selbstzahlerleistung – fragen Sie in Ihrer Arztpraxis nach.
Wie kann ich Osteoporose vorbeugen?
Vorbeugen lässt sich schon in jungen Jahren:
- Bewegung: gezielte Bewegungsprogramme, besonders Krafttraining und Laufen, stärken die Knochen.
- Ernährung: viel Obst und Gemüse sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren; außerdem auf eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D achten.
Häufige Fragen
Was ist eine Knochendichtemessung?
Eine Untersuchung, die den Mineralsalzgehalt des Knochens bestimmt, um Osteoporose zu erkennen. Standard ist das DEXA-Verfahren an Lendenwirbelsäule und Hüfte.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei der DEXA-Messung?
Sie ist nur sehr gering.
Wann zahlt die Krankenkasse die Knochendichtemessung?
Die gesetzlichen Kassen zahlen, wenn bereits ein osteoporosebedingter Knochenbruch vorliegt oder ein hochgradiger Verdacht auf Osteoporose besteht.
Wie viele Frauen haben Osteoporose?
Laut Statistik ist in Deutschland jede vierte Frau über 50 von Knochenschwund betroffen.
Bildnachweis: © Phovoi R. / panthermedia.net
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
