Burnout – immer mehr Menschen sind betroffen: Symptome, Ursachen und Hilfe
Burnout (englisch „ausbrennen“) ist ein chronischer körperlicher, geistiger und seelischer Erschöpfungszustand, der sich schleichend entwickelt. Ursache ist ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen – von außen oder an sich selbst – und den eigenen Kraftreserven. Wichtigster Baustein der Behandlung ist, Stress dauerhaft zu reduzieren; Entspannungsmethoden helfen dabei.
Welche Symptome hat Burnout?
Kennzeichnend sind:
- reduzierte Leistungsfähigkeit bis hin zur Apathie,
- permanente Müdigkeit,
- leichte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen,
- Angstzustände,
- Schlaflosigkeit.
Häufig kommen körperliche Beschwerden hinzu, etwa Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen.
Was sind die Ursachen von Burnout?
Burnout entsteht aus einem Missverhältnis zwischen den Leistungsanforderungen – der Gesellschaft oder an sich selbst – und dem eigenen Energiehaushalt bzw. den Bewältigungsstrategien. Anhaltender negativer Stress spielt dabei eine zentrale Rolle; er kann auch den Blutdruck erhöhen.
Wer ist besonders gefährdet?
Burnout kann alle Berufsgruppen treffen – aber auch Menschen, die (noch) nicht oder nicht mehr berufstätig sind, wie Schüler, Arbeitslose oder Rentner. Besonders gefährdet sind Menschen in sozialen Berufen, die anderen helfen möchten, nicht Nein sagen können, viel geben und wenig zurückbekommen. Betroffene haben oft das Gefühl, nichts an ihrer Situation ändern zu können, fühlen sich ausgeliefert und fremdbestimmt und ziehen sich zunehmend zurück.
Was hilft bei Burnout?
Das Tückische: Weil die Symptome schleichend einsetzen, beginnt eine Therapie oft erst nach Jahren. Eine Standardtherapie gibt es nicht – sie sollte individuell angepasst werden. Entscheidend ist eine dauerhafte Stressreduktion. Hilfreich sind:
- Entspannungsmethoden wie Yoga, Tai-Chi, Qigong, autogenes Training und progressive Muskelrelaxation,
- Spaziergänge und ruhige Sportarten wie Golf.
Wichtig ist, dass die Methode zu Ihnen passt und Spaß macht – probieren Sie verschiedene Techniken aus. Und üben Sie regelmäßig: Entspannung sollte so selbstverständlich werden wie Zähneputzen. Bei Verdacht auf Burnout sprechen Sie bitte mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt; weitere Anlaufstellen finden Sie im Beitrag Timeout statt Burnout.
Häufige Fragen
Was ist Burnout?
Ein chronischer körperlicher, geistiger und seelischer Erschöpfungszustand, der sich schleichend entwickelt, wenn Anforderungen und eigene Kraftreserven dauerhaft nicht im Gleichgewicht sind.
Was sind typische Burnout-Symptome?
Dauerhafte Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit bis zur Apathie, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände und Schlaflosigkeit, oft begleitet von Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen.
Wer ist besonders von Burnout gefährdet?
Grundsätzlich alle Berufsgruppen, besonders Menschen in sozialen Berufen, die schwer Nein sagen können und viel geben. Auch Schüler, Arbeitslose und Rentner können betroffen sein.
Was hilft gegen Burnout?
Vor allem eine dauerhafte Stressreduktion und regelmäßige Entspannung, zum Beispiel mit Yoga, autogenem Training oder progressiver Muskelrelaxation, sowie ärztliche oder therapeutische Begleitung.
Bildnachweis: © panthermedia.net / Ann Dudko
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
